Einzelkanzlei
Der klassische Einstieg mit voller Verantwortung für Mandate, Akquise, Organisation und Zahlen. Entscheidend sind Spezialisierung, Standort, Fixkosten und ein realistischer Mandatsaufbau in der Anlaufphase.
Existenzgründung · Rechtsanwaltskanzlei
Wenn du eine eigene Kanzlei gründen möchtest, reicht fachliche Qualifikation allein nicht aus. Vor Mietvertrag, Kanzleisoftware, Finanzierung oder Bankgespräch brauchst du Klarheit über Geschäftsmodell, Kapitalbedarf, Rentabilität, Liquidität und Mandatsaufbau.
30 Minuten · persönlich · Klarheit zu Ausgangslage und nächsten Schritten
Diplom-Kaufmann · seit 1992 in der Beratung · über 700 Beratungen · Businessplan, Finanzierung und Liquidität
Gründungsoptionen
Bevor du in Büro, Software oder Personal investierst, sollte klar sein, welches Kanzleimodell du aufbauen willst. Einzelkanzlei, Sozietät, Übernahme oder Spezialisierung – jedes Modell hat eigene Kosten, Risiken und Planungsanforderungen.
Der klassische Einstieg mit voller Verantwortung für Mandate, Akquise, Organisation und Zahlen. Entscheidend sind Spezialisierung, Standort, Fixkosten und ein realistischer Mandatsaufbau in der Anlaufphase.
Gemeinsame Gründung mit Partnern oder als Partnerschaftsgesellschaft. Wirtschaftlich relevant sind Kostenverteilung, Mandatsstruktur, Gewinnverteilung, Haftung und eine klare interne Organisation.
Übernahme oder Nachfolge aus einer etablierten Kanzlei. Hier zählen Bewertung, Mandatsbestand, Personal, IT, laufende Verträge und die Frage, ob die Zahlen des Bestands wirklich tragen.
Fokus auf ein Rechtsgebiet oder Fachanwaltschaft. Positionierung, Zielmandanten, Honorarlogik und Sichtbarkeit müssen zur Spezialisierung passen – nicht nur fachlich, sondern auch wirtschaftlich.
Unternehmerische Klarheit
Viele Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sind fachlich sehr gut vorbereitet. Unsicher wird es oft bei Standort, Spezialisierung, Mandatsakquise und den Zahlen, die über Erfolg oder Belastung in der Anlaufphase entscheiden.
Realitätscheck
Als Rechtsanwalt selbstständig machen heißt nicht nur, ein Büro zu eröffnen und Mandate anzunehmen. Die unternehmerische Seite wird häufig unterschätzt: Honorar- und Abrechnungslogik, Berufshaftpflicht, Kanzleistruktur, IT, Mandatsaufbau und oft höhere Fixkosten in der Anlaufphase.
Wer zu früh in Mietvertrag, Einrichtung oder Software investiert, ohne Geschäftsmodell und Zahlen zu prüfen, trägt ein hohes Risiko. Die wirtschaftliche Planung muss deshalb branchenspezifisch sein – nicht mit allgemeinen Gründungsmustern abgehandelt werden.
Rechtliche, steuerliche und kammerrechtliche Fragen klärst du separat mit Kammer, Steuerberatung und Fachberatung. Für die Gründungsentscheidung sind Businessplan, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität oft entscheidender.
Finanzplanung
Der Kapitalbedarf für eine Anwaltskanzlei hängt stark von Kanzleimodell, Standort, Büro, IT, Versicherungen, Marketing, Personal und Anlaufphase ab. Entscheidend ist eine individuelle Planung – nicht eine pauschale Mindestsumme.
Miete, Kaution, Einrichtung, Nebenkosten und ggf. Umbau. Standort und Größe wirken direkt auf Fixkosten und Mandatswahrnehmung.
Kanzleisoftware, Hardware, Datensicherheit, Telefonie, Cloud und laufende Wartung. IT ist bei Rechtsanwälten kein Nebenposten, sondern Betriebsgrundlage.
Berufshaftpflichtversicherung und weitere Absicherungen gehören von Anfang an in die Kostenplanung – nicht erst nachträglich.
Website, Sichtbarkeit, Netzwerk, Fachpublikationen und Mandatsakquise. Auch bei mandatsstarken Gründern braucht der Aufbau oft aktive Struktur.
Spezialisierung, Fachanwaltsausbildung, Seminare und laufende Fortbildung. Das kann die Positionierung stärken – kostet aber Zeit und Geld.
Referendare, Sekretariat, Buchhaltung, IT-Dienstleister oder externe Unterstützung. Personal entscheidet über Kapazität und Fixkostenbelastung.
Zeit bis stabile Mandate und Honorareingänge. In dieser Phase laufen Kosten weiter, auch wenn der Umsatz noch nicht planbar ist.
Miete, Versicherungen, Lebensunterhalt und private Verpflichtungen müssen während des Kanzleiaufbaus abgedeckt sein.
Puffer für Zahlungsverzögerungen, Mandatsaufbau, Steuern und unerwartete Ausgaben. Besonders in der Anlaufphase entscheidend.
Diese Bausteine brauchst du nicht nur für Bank oder Förderstelle – vor allem für deine eigene Entscheidung, ob du Mietvertrag, Investition und Gründung wirklich eingehen willst. Mehr dazu in der Kapitalbedarfsplanung und bei der Liquiditätsplanung.
Businessplan
Ein Businessplan ist für die Gründung einer Anwaltskanzlei in der Regel nicht gesetzlich vorgeschrieben. Er ist jedoch oft sinnvoll und wird häufig von Banken, Förderstellen oder Finanzierungspartnern verlangt. Außerdem hilft er dabei, Geschäftsmodell, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität strukturiert zu planen.
Wichtige Bausteine in einem Businessplan für Rechtsanwälte:
Für deine Kanzleigründung lohnt sich eine saubere Verzahnung von Businessplan, Kapitalbedarfsplanung und Liquiditätsplanung. Im Strategiegespräch ordnen wir ein, welcher Schritt für dich zuerst sinnvoll ist.
Vorgehensmodell
Wenn du als Rechtsanwalt selbstständig machen willst, brauchst du eine klare Reihenfolge – nicht einen endlosen Ratgeber. Diese sieben Schritte bündeln Modell, Zahlen, Finanzierung und Umsetzung zu einem belastbaren Gründungsfahrplan.
Warum willst du gründen? Welche persönliche und berufliche Ausgangslage bringst du mit – und welches Ziel soll die Kanzleigründung erreichen?
Einzelkanzlei, Sozietät, Übernahme oder Spezialisierung? Hier wird die Grundlage für Positionierung, Kostenstruktur und Mandatslogik gelegt.
Standort, Positionierung, Netzwerk und Akquiseweg müssen zusammenpassen. Wer Mandate aufbauen will, braucht mehr als fachliche Qualifikation.
Büro, IT, Versicherungen, Marketing, Personal, Anlaufphase und private Lebenshaltung müssen realistisch eingeplant werden – getrennt und nachvollziehbar.
Die Planung muss zeigen, welche Mandats- und Umsatzentwicklung nötig ist, wann sich die Kanzlei rechnet, welcher Unternehmerlohn realistisch ist und ob genügend Liquidität vorhanden ist – Monat für Monat.
Der Businessplan muss Gründungsmodell, Markt, Zielmandanten, Zahlen, Finanzierung und Risiken verständlich darstellen – nicht als Muster, sondern für dein konkretes Vorhaben.
Nach dem Start zählen Mandatsentwicklung, Sichtbarkeit, Abrechnung und laufende Kennzahlen. Gründen heißt nicht nur eröffnen – sondern steuern.
Förderwege – sachlich eingeordnet
Je nach Ausgangslage können unterschiedliche Wege relevant sein. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Finanzierung oder Förderung möglich ist, sondern ob das Vorhaben nachvollziehbar, tragfähig und gut vorbereitet ist. Förderung ersetzt keine wirtschaftliche Planung.
Bankfinanzierung erfordert in der Regel einen nachvollziehbaren Businessplan mit belastbarer Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung sowie eine professionelle Vorbereitung des Bankgesprächs.
Eigenkapital reduziert Finanzierungsbedarf und zeigt Tragfähigkeit. Auch hier sollten Kapitalbedarf, Reserve und private Lebenshaltung realistisch kalkuliert sein.
Je nach Situation können Förderdarlehen eine Option sein. Voraussetzung ist eine belastbare wirtschaftliche Planung – nicht nur der Antrag.
Bei Gründung aus dem ALG-I-Bezug kann der Gründungszuschuss relevant sein. Dafür brauchst du in der Regel einen überzeugenden Businessplan und belastbare Finanzplanung.
Für Gründerinnen und Gründer in NRW kann BPW NRW relevant sein. Ob und in welcher Form Förderung möglich ist, hängt vom Einzelfall ab.
Je nach persönlicher Situation kann eine geförderte Beratung über AVGS infrage kommen – Voraussetzungen und Bewilligung liegen bei der zuständigen Stelle. Schwerpunkt bleibt die wirtschaftliche Vorbereitung.
Standort und Reichweite
Torsten Schrimper sitzt in Essen im Ruhrgebiet. Wenn du als Rechtsanwalt selbstständig machen willst, kannst du die Beratung persönlich in Essen, telefonisch oder online nutzen.
Viele Gründerinnen und Gründer aus NRW nutzen die Begleitung wegen regionaler Anforderungen rund um Finanzierung, Förderwege und Programme wie BPW NRW. Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit deutschlandweit online möglich – per Microsoft Teams, wenn du nicht aus der Region kommst.
Im Mittelpunkt stehen Businessplan, Kapitalbedarf, Rentabilität, Liquidität, Finanzierung und die wirtschaftliche Tragfähigkeit deiner Kanzleigründung.
Erfahrung und Umsetzung
Die Beratung ersetzt keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und keine Beratung durch die Rechtsanwaltskammer. Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Vorbereitung: Businessplan, Finanzplanung, Kapitalbedarf, Liquidität, Finanzierung und Gründungsstrategie.
Wenn du dich intensiver mit deinem Businessplan, der Existenzgründung, der AVGS-Gründungsberatung, der Liquiditätsplanung, dem Gründungszuschuss oder einem Strategiegespräch beschäftigen möchtest, findest du dazu weitere Informationen auf den jeweiligen Themenseiten sowie in den 7 Gründen für unsere Zusammenarbeit.
Häufige Fragen
Der Einstieg gelingt am sichersten mit einer klaren Reihenfolge: Ausgangssituation und Ziel klären, Kanzleimodell und Spezialisierung festlegen, Standort und Akquiseweg definieren, Kapitalbedarf und laufende Kosten kalkulieren, Rentabilität und Liquidität planen, Businessplan und Finanzierung vorbereiten und den Start strukturiert umsetzen. Rechtliche und kammerrechtliche Fragen klärst du separat mit Kammer und Fachberatung.
Neben der fachlichen Qualifikation brauchst du ein klares Kanzleimodell, eine Positionierung, realistische Umsatz- und Kostenplanung, ausreichendes Startkapital, eine Liquiditätsreserve und einen Businessplan. Je nach Modell kommen Büro, IT, Software, Versicherungen, Marketing und ggf. Personal hinzu.
Ein Businessplan ist für die Gründung einer Anwaltskanzlei in der Regel nicht gesetzlich vorgeschrieben. Er ist jedoch oft sinnvoll und wird häufig von Banken, Förderstellen oder Finanzierungspartnern verlangt. Außerdem hilft er dabei, Geschäftsmodell, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität strukturiert zu planen.
Wichtige Bausteine sind Gründungsmodell, Spezialisierung, Zielmandanten, Markt und Wettbewerb, Umsatzplanung, Kostenplanung, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung, Kapitalbedarf, Finanzierung sowie Risiken und Maßnahmen.
Der Kapitalbedarf hängt stark von Kanzleimodell, Standort, Büro, IT, Software, Versicherungen, Marketing, Personal und Anlaufphase ab. Entscheidend ist eine individuelle Planung, die Investitionen, laufende Kosten, private Lebenshaltung und eine Liquiditätsreserve realistisch berücksichtigt – nicht eine pauschale Mindestsumme.
Die Liquiditätsplanung zeigt Monat für Monat, ob genügend Geld für Miete, Software, Versicherungen, Personal, Steuern und private Lebenshaltung vorhanden ist. Besonders in der Anlaufphase müssen Zahlungsverzögerungen, Mandatsaufbau und Ausgaben vor ersten stabilen Einnahmen eingeplant werden.
Ja, je nach Ausgangslage über Eigenkapital, Bankdarlehen oder Förderdarlehen. Voraussetzung ist in der Regel ein nachvollziehbarer Businessplan mit belastbarer Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung sowie eine professionelle Vorbereitung des Bankgesprächs.
Je nach persönlicher Situation können Bankfinanzierung, Förderdarlehen, BPW NRW oder bei ALG-I-Bezug der Gründungszuschuss relevant sein. Ob und in welcher Form Förderung möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Förderung ersetzt keine tragfähige wirtschaftliche Planung.
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte üben ihren Beruf in der Regel freiberuflich aus. Die konkrete steuerliche und gewerberechtliche Einordnung sollte im Einzelfall mit Finanzamt und Steuerberatung geklärt werden. Für die wirtschaftliche Gründungsvorbereitung sind Businessplan und Finanzplanung oft entscheidender.
Nein. Die Beratung ersetzt keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und keine Beratung durch die Rechtsanwaltskammer. Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Vorbereitung: Businessplan, Finanzplanung, Kapitalbedarf, Liquidität, Finanzierung und Gründungsstrategie.
Bei einer Kanzleigründung geht es nicht nur um Anmeldung und Marketing, sondern um Spezialisierung, Mandatsakquise, Honorar- und Abrechnungslogik, Berufshaftpflicht, Kanzleistruktur und oft höhere Fixkosten in der Anlaufphase. Die wirtschaftliche Planung muss deshalb branchenspezifisch sein.
Ja. Die Beratung kann online per Microsoft Teams stattfinden. Dadurch lassen sich Businessplan, Zahlen, Unterlagen und nächste Schritte auch ortsunabhängig strukturiert vorbereiten.
Dann lass uns gemeinsam prüfen, welches Kanzleimodell zu deiner Situation passt, welche Zahlen realistisch sind und wie du Businessplan, Finanzierung und nächste Schritte strukturiert angehst.
Torsten Schrimper
Unternehmensberatung
0201 520 38 62
0173 494 78 76
Schürmannstraße 19 A
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