Die ersten Monate
Es kommen weniger Aufträge als erhofft und mehr Kosten als geplant — das ist der Normalfall, nicht das Warnsignal. Wichtig ist jetzt nur eines: dass Du Deine Zahlen überhaupt festhältst, sauber getrennt von privat.
Nach drei bis sechs Monaten
Die erste ehrliche Gegenüberstellung: Was hast Du geplant, was ist eingetreten? Jetzt sind genug Monate da, um ein Muster zu erkennen — und noch genug Zeit, um zu reagieren, ohne dass es weh tut.
Nach etwa einem Jahr
Der Preis gehört auf den Prüfstand — nicht weil er falsch kalkuliert war, sondern weil Du jetzt echte Zahlen hast statt Annahmen. Wie lange dauert ein Auftrag wirklich, was frisst er an Material und Nebenzeit? Der Abstand zwischen Kalkulation und Wirklichkeit ist die interessanteste Zahl Deines ersten Jahres.
Die erste Steuererklärung
Und mit ihr die Nachzahlung für das erste Jahr, oft im selben Quartal wie die erste Vorauszahlung für das zweite. Wer gesetzlich krankenversichert ist, bekommt häufig im selben Zeitraum auch den Beitrag angepasst — die Kasse rechnet dann mit dem Einkommen aus dem Steuerbescheid. Wer dafür nichts zurückgelegt hat, hat ein Liquiditätsproblem, obwohl das Geschäft läuft.
Wenn die Förderung ausläuft
Der Gründungszuschuss endet — und mit ihm ein Betrag, der bis dahin jeden Monat sicher kam. Ab hier muss der Umsatz tragen, was vorher die Förderung getragen hat. Dieser Punkt gehört ins erste Jahr eingeplant, nicht ins zweite.
Die erste Einstellung
Ein Mitarbeiter kostet weit mehr als sein Gehalt, und er kostet ab dem ersten Tag, während er erst nach Monaten trägt. Das ist der Schritt, bei dem die meisten zum ersten Mal wirklich rechnen müssen.