Torsten Schrimper

Gründungsreife-Test

Wie gut ist Deine Gründung vorbereitet?

Zwanzig Fragen in fünf Bereichen zeigen Dir, wo Du bereits gut aufgestellt bist und welche Punkte vor dem Start noch geklärt werden sollten. Das Ergebnis siehst Du sofort, ohne Anmeldung.

Seit 1992 steuerlich und betriebswirtschaftlich beratend tätig, zunächst im Umfeld der Steuerberatung, später mit Schwerpunkt auf Gründung und Unternehmensplanung.

Der Prüfbogen
  1. AGeschäftsidee, Zielgruppe und Positionierung4 Fragen
  2. BUmsatz, Preise und Kundenbedarf3 Fragen
  3. CKosten, Kapitalbedarf und private Ausgaben4 Fragen
  4. DRentabilität, Liquidität und Finanzierung4 Fragen
  5. EMarketing, Vertrieb und Startentscheidung5 Fragen

Ja zählt 5, Teilweise 3, Nein 0 Punkte — höchstens 100.

Eine gute Idee reicht nicht aus

Viele Gründer konzentrieren sich zuerst auf ihre Geschäftsidee. Das ist wichtig — aber für eine tragfähige Selbstständigkeit reicht es nicht aus. Entscheidend sind auch Zielgruppe, Positionierung, Preisgestaltung, Umsatzplanung, private Lebenshaltungskosten, Investitionen und Kapitalbedarf, Finanzierung, Liquidität sowie Marketing und Vertrieb.

Der Test ersetzt keine persönliche Beratung. Er hilft Dir, den aktuellen Stand Deiner Vorbereitung realistisch einzuschätzen und die nächsten Schritte zu sehen.

Der Gründungsreife-Test

Beantworte die Fragen bitte streng. Ein Ja bedeutet nicht, dass Du Dir schon einmal Gedanken gemacht hast, sondern dass der Punkt nachvollziehbar geplant, berechnet oder begründet ist.

Ja
liegt belastbar vor
Teilweise
begonnen, aber noch nicht ausreichend geprüft
Nein
noch offen

0 von 20 Fragen beantwortet

AGeschäftsidee, Zielgruppe und Positionierung
01Kannst Du Deine Geschäftsidee in zwei Sätzen klar erklären?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Außenstehende sofort verstehen, welches Problem Du löst, für wen Du arbeitest und welchen konkreten Nutzen Dein Angebot hat.

02Kennst Du Deine Zielgruppe genau?

Gemeint ist nicht „alle, die Interesse haben könnten“, sondern eine klar beschriebene Zielgruppe mit Bedarf, Kaufkraft, Entscheidungsverhalten und erreichbaren Kontaktwegen.

03Kennst Du Deine wichtigsten Wettbewerber?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du direkte und indirekte Wettbewerber kennst und einschätzen kannst, wie diese sich positionieren, welche Preise sie verlangen und warum Kunden dort kaufen.

04Weißt Du, warum Kunden gerade bei Dir kaufen sollen?

Gemeint ist ein klarer Kundennutzen oder Unterschied zum Wettbewerb — zum Beispiel Spezialisierung, Qualität, Erfahrung, Service, Geschwindigkeit, Standort, Vertrauen oder ein besseres Gesamtpaket.

BUmsatz, Preise und Kundenbedarf
05Hast Du eine realistische Preisstrategie?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Deine Preise nicht nur „marktüblich“ wirken, sondern zu Kosten, Zielgruppe, Positionierung, Gewinnziel und Zahlungsbereitschaft passen.

06Hast Du Deinen voraussichtlichen Umsatz geplant?

Gemeint ist eine nachvollziehbare Umsatzplanung nach Menge, Preis, Auslastung, Aufträgen, Kunden, Öffnungszeiten oder Kapazitäten — nicht nur ein geschätzter Jahresumsatz.

07Weißt Du, wie viele Kunden oder Aufträge Du monatlich benötigst?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du den Zusammenhang zwischen Durchschnittsumsatz, Kundenzahl, Auslastung und Mindestumsatz berechnet hast.

CKosten, Kapitalbedarf und private Ausgaben
08Kennst Du Deine monatlichen privaten Lebenshaltungskosten?

Gemeint sind realistische private Ausgaben inklusive Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität, Familie, Rücklagen, Krankenversicherung und Einkommensteuer.

09Hast Du Deinen Kapitalbedarf ermittelt?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Investitionen, Gründungskosten, Warenlager, Anlaufverluste, private Lebenshaltungskosten und Liquiditätsreserve berücksichtigt wurden.

10Hast Du Deine laufenden Betriebskosten kalkuliert?

Gemeint sind alle regelmäßigen Kosten wie Miete, Versicherungen, Software, Telefon, Fahrzeug, Personal, Werbung, Steuerberatung, Beiträge, Finanzierungskosten und sonstige Fixkosten.

11Weißt Du, wie lange Dein Startkapital reicht?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du berechnet hast, wie viele Monate Du Anlaufphase, private Ausgaben und laufende Kosten finanzieren kannst, bevor ausreichende Umsätze fließen.

DRentabilität, Liquidität und Finanzierung
12Hast Du eine monatliche Rentabilitätsplanung erstellt?

Gemeint ist eine monatliche Planung über mehrere Jahre, in der Umsatz, variable Kosten, Fixkosten, Abschreibungen, Zinsen, Gewinn und Unternehmerlohn beziehungsweise privater Bedarf nachvollziehbar dargestellt werden. Für Gründungszuschuss, Bank und fachkundige Stellungnahme ist diese Planung besonders wichtig.

13Hast Du einen monatlichen Liquiditätsplan erstellt?

Gemeint ist eine Zahlungsplanung über mehrere Jahre, die zeigt, wann Geld eingeht, wann Ausgaben fällig werden und ob jederzeit genügend Liquidität vorhanden ist. Gewinn ersetzt keine Liquidität.

14Ist Deine Finanzierung geklärt?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Eigenkapital, Darlehen, Fördermittel, Zuschüsse, Kontokorrent, private Reserven und mögliche Finanzierungslücken realistisch geprüft wurden.

15Kannst Du Deine Gründung einem Banker oder einer fachkundigen Stelle plausibel erklären?

Gemeint ist, dass Du Idee, Markt, Zielgruppe, Umsatzannahmen, Kosten, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität nachvollziehbar begründen kannst.

EMarketing, Vertrieb und Startentscheidung
16Hast Du eine Marketingstrategie?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du weißt, über welche Kanäle Du Kunden gewinnst, welche Botschaft Du verwendest, welches Budget nötig ist und wie Du die Wirksamkeit misst.

17Hast Du Deinen Vertriebsweg definiert?

Gemeint ist ein konkreter Weg vom ersten Kontakt bis zum Auftrag oder Kauf — zum Beispiel Website, Empfehlung, Social Media, Telefon, Netzwerk, Ladenlokal, Plattform oder Direktvertrieb.

18Sind mögliche Risiken identifiziert?

Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du zentrale Risiken kennst, zum Beispiel zu geringe Nachfrage, höhere Kosten, Verzögerungen, Krankheit, Abhängigkeit von wenigen Kunden, Genehmigungen oder Finanzierungslücken.

19Hast Du einen Notfallpuffer eingeplant?

Gemeint ist eine realistische Reserve für Verzögerungen, unerwartete Kosten, schwächere Umsätze, Steuernachzahlungen oder private Engpässe.

20Würdest Du heute mit gutem Gefühl starten?

Diese Frage fasst Deine Vorbereitung zusammen. Ein belastbares Ja bedeutet, dass Du nicht nur motiviert bist, sondern Deine wichtigsten Annahmen geprüft, Zahlen geplant und Risiken bewusst bewertet hast.

Typische Schwachstellen vor dem Start

Häufig werden Umsätze zu optimistisch eingeschätzt, Kosten unterschätzt oder Liquiditätsengpässe zu spät erkannt. Je früher diese Punkte sichtbar werden, desto besser lassen sie sich steuern.

Umsatz überschätzt
Optimistische Annahmen ohne belastbare Herleitung führen zu unrealistischen Erwartungen und falschen Entscheidungen.
Kosten unterschätzt
Fixkosten, Anlaufkosten und laufende Betriebsausgaben werden oft erst spät vollständig erfasst.
Fehlende Liquiditätsplanung
Ohne Liquiditätsplanung bleibt unklar, ob die Zahlungsfähigkeit auch in der Startphase gesichert ist.
Unklare Positionierung
Wenn nicht klar ist, warum Kunden gerade bei Dir kaufen sollen, bleiben Marketing und Vertrieb unscharf.
Zielgruppe und Vertrieb
Wer nicht weiß, wen er anspricht und wie er Kunden gewinnt, verzögert den Markteintritt.
Finanzierung nicht vorbereitet
Bankgespräche und Förderanträge scheitern oft an unvollständigen oder nicht plausibilisierten Unterlagen.

Planung ist kein Papier für die Schublade

Ein Businessplan ist nicht nur ein Dokument für Banken, Förderstellen oder Behörden. Richtig genutzt ist er ein Führungsinstrument: Er hilft, die eigene Strategie zu schärfen, Risiken früher zu erkennen, Finanzierungsgespräche vorzubereiten, Zahlen und Annahmen nachvollziehbar zu machen und Prioritäten für die Umsetzung zu setzen.

RentaS steht für strukturierte Unternehmensplanung, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung und Controlling. Die Software ist aus der Beratungspraxis heraus entstanden; in der Beratung rechne ich damit, um Annahmen transparent und prüfbar zu machen.

Häufige Fragen zum Gründungsreife-Test

Wie aussagekräftig ist der Gründungsreife-Test?

Der Test gibt eine erste strukturierte Einschätzung. Er zeigt, welche Bereiche bereits gut vorbereitet sind und wo noch Klärungsbedarf besteht. Er ersetzt keine individuelle Prüfung von Businessplan, Finanzplanung und Finanzierung.

Ersetzt der Test einen Businessplan?

Nein. Der Test ist ein Einstieg. Ein Businessplan geht deutlich tiefer und verbindet Geschäftsidee, Markt, Zielgruppe, Strategie, Umsatzplanung, Kosten, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität.

Ab welchem Ergebnis sollte ich Beratung in Anspruch nehmen?

Beratung ist besonders sinnvoll, wenn wichtige Fragen zu Umsatz, Kosten, Finanzierung, Liquidität oder Positionierung noch offen sind. Auch bei einem guten Ergebnis kann eine externe Prüfung helfen, Annahmen zu schärfen und Unterlagen professionell vorzubereiten. Je nach Ausgangssituation kann auch eine geförderte Gründungsberatung, zum Beispiel über AVGS, eine Option sein. Entscheidend ist jedoch zuerst, welche Themen fachlich geklärt werden müssen.

Brauche ich für den Gründungszuschuss einen Businessplan?

Ja, in der Regel benötigst Du für den Gründungszuschuss einen tragfähigen Businessplan inklusive Finanzplanung. Außerdem brauchst Du die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit.

Was ist wichtiger: Geschäftsidee oder Finanzplanung?

Beides gehört zusammen. Eine gute Geschäftsidee braucht eine realistische wirtschaftliche Grundlage. Die Finanzplanung zeigt, ob Umsatz, Kosten, Kapitalbedarf und Lebenshaltungskosten zusammenpassen.

Wie erkenne ich Finanzierungslücken?

Finanzierungslücken entstehen oft, wenn Investitionen, Anlaufkosten, private Ausgaben oder Liquiditätsreserven unterschätzt werden. Eine saubere Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung macht sichtbar, wie lange vorhandene Mittel reichen.

Was prüft eine fachkundige Stelle?

Eine fachkundige Stelle prüft, ob das Gründungsvorhaben plausibel, nachvollziehbar und wirtschaftlich tragfähig erscheint. Dazu gehören meist Businessplan, Finanzplanung, Gründerprofil, Marktannahmen und Finanzierung.

Wie unterstützt Torsten Schrimper bei der Planung?

Torsten Schrimper unterstützt Gründer bei Businessplan, Finanzplanung, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung, Finanzierungsvorbereitung und fachkundiger Stellungnahme. Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage vor dem Start.

Ist der Test auch sinnvoll, wenn ich schon gegründet habe?

Ja. Der Test kann auch nach dem Start helfen, Schwachstellen in Positionierung, Umsatzplanung, Kostenstruktur oder Liquidität sichtbar zu machen.

Kann ich den Test für ein Bankgespräch nutzen?

Der Test allein reicht für ein Bankgespräch nicht aus. Er kann aber zeigen, welche Themen Du vor einem Banktermin noch vorbereiten solltest.

Vor dem Start einmal durchgehen.

Wenn Du wissen möchtest, wie tragfähig Deine Gründungsidee wirklich ist, ist das Erstgespräch der erste Schritt. Es dient der Einordnung Deiner Situation und der Frage, welcher nächste Schritt für Dich sinnvoll ist.